Punkt 0:Als Fetchländer bezeichne ich hier alle Länder, die man opfern kann um sich ein Land (mit bestimmten Eigenschaften) aus der Bibliothek (getappt oder nicht) ins Spiel zu bringen. Wenn ich die Aufmarsch bzw. Zendikar "Bezahle 1 Lebenspunkt"-Länder meine, dann schreibe ich "ZEN/ONS-Fetches".
Punkt 1:Wenn dein Deck mehr als zwei Farben spielt, dann sind Fetchländer empfehlenswert, denn deine Manabasis zu stabilisieren ist ihr Hauptgrund.
Punkt 2:Wenn du
Brainstorm-ähnliche Effekte und/oder Karten spielst, die dich die obersten X Karten deiner Bibliothek anschauen lassen, dann sind Fetchländer sinnvoll, denn wenn dir nicht gefällt, was du oben auf deiner Bibliothek siehst, dann kannst du es mit ihnen einfach wegmischen.
Punkt 3: (und mein Hauptanliegen)
Wenn du weniger Länder nachziehen möchtest, dann solltest du gut überlegen, ob du Fetchländer spielst
elementum hat geschrieben:
bei einem fetchie schon... wenn du dann aber des 4. fetchie benutzt hast isses was anderes

was denkste denn warum zoo (T1.5) 10 fetchies von 20 ländern spielt und warum drain control (T1) unter 15 ländern 7 fetchies spielt...
Da halte ich Folgendes dagegen:
WENN sich in deiner Bibliothek noch
mehr als 9 Länder UND
mehr als 37 Karten insgesamt befinden
DANN verringert das Benutzen eines Fetchlands die Chance ein weiteres Land zu ziehen um
WENIGER ALS 2%.
Um diesen Wert auf gerade mal 3% zu bringen, muss deine Bibliothek weniger als 6 Länder UND weniger als 33 Karten insgesamt enthalten! DAS ist schon relativ unwahrscheinlich.
Im Falle eines ONS/ZEN-Fetchlands bedeutet das, dass ich 4 Lebenspunkte bezahle und mich für
Stifle anfällig mache, nur um die Chance ein Land zu ziehen um weniger als 8% zu senken!
Wie kommt man auf diese Werte?
Ganz einfache Statistik bzw. LaPlace'sche Wahrscheinlichkeit: die Chance ein Land zu ziehen errechnet sich aus der Anzahl der Länder in deiner Bibliothek dividiert durch die Anzahl der Karten in deiner Bibliothek. Angenommen, deine Bibliothek enthält noch 16 Länder auf 48 Karten, dann beträgt die Wahrscheinlichkeit P(Land) = 16/48 = 1/3 ~ 33,3%. Benutze ich ein Fetchland, dann werden daraus 15/47 ~ 31,9%. Die Differenz beträgt ca. 1,4%, also deutlich weniger als die oben genannten 2% - und bis zu den dort genannten Werten 10/38 ~ 26,3% bleibt das auch so.
Ergo: Das Deckausdünnen ist nur dann (halbwegs) effektiv, wenn die Chance ein Land zu ziehen sowieso schon sehr gering ist.
Mit Hilfe eines Tabellenkalkulationsprogramms (z.B. Excel) lässt sich dies sehr leicht für viele relevante Land/Bibliothek-Verhältnisse simulieren. Ich hab das mal durchgerechnet auf Anfrage kann ich euch gerne die entsprechende Berechnung per E-Mail schicken.
Diese Tabelle liefert auch ganz einfach die Werte für elementums zwei Beispiele (viermal Fetchen bei 7/15 und 10/20 Fetchländern) - allerdings werde ich das hier nicht genauer ausführen, da die Gesamtzahl seiner Deckkarten zum Zeitpunkt des Fetchens von Bedeutung ist - und die war nicht gegeben.
Aber ich wage zu behaupten, dass sie in JEDEM realistischen Szenario* UNTER 10% liegen wird - falls mir jemand eines vorgibt, rechne ich sehr gerne nach.
* also bitte nicht sowas wie Zug 30, noch 20 Karten und davon 1 Land... sowas ist für die Praxis irrelevant.